Zu Gast an unserer Schule: Staatsminister Gunther Krichbaum im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern
Am Montag, dem 13. April 2025, war Gunther Krichbaum (CDU), Staatsminister im Auswärtigen Amt und europapolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu Gast an unserer Schule. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit den Klassen E1 und J1/4 nutzten die Schülerinnen und Schüler die seltene Gelegenheit, einen erfahrenen Politiker aus erster Hand zu erleben.
Krichbaum, der seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages ist und von 2007 bis 2021 den Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union leitete, bot zunächst einen Einblick in die Geschichte der Europäischen Union und deren Bedeutung für die deutsche Gesellschaft. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Chancen und Perspektiven, die Europa für junge Menschen bereithält.
Der Austausch entwickelte sich schnell zu einem offenen und lebhaften Gespräch. Die Schülerinnen und Schüler scheuten sich nicht, kritische Fragen zu stellen: So baten sie Krichbaum um seine Einschätzung zur deutschen Unterstützung der neuen syrischen Regierung – auch mit Blick auf die Situation der kurdischen Bevölkerung – sowie zu der Äußerung, 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrerinnen und Syrer sollten das Land verlassen. Der Politiker antwortete offen und auf Augenhöhe, wenngleich sich manche Teilnehmenden an einigen Stellen noch direktere Antworten gewünscht hätten.
Sein Appell, den Blick auf die Möglichkeiten zu richten, die Deutschland und Europa bieten, regte die Anwesenden abschließend an, ihre eigenen Wünsche für die Zukunft zu formulieren. Drei davon stehen stellvertretend für viele:
„Ich wünsche mir, dass sich die Konditionen des Berufs, welchen ich später ausüben werde, nicht verschlechtern."
„Ein erfüllendes, glückliches und gesundes Leben – und dass meine Ziele und Wünsche in Erfüllung gehen."
„Ich wünsche mir, dass Kriegsverbrecher richtig und gerecht bestraft werden. Und dass Länder auch mal von Vorteilen absehen, damit jeder auf der Welt gut leben kann – und nicht nur wir in der EU."
Die Veranstaltung war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie politische Bildung gelingen kann: durch echten Dialog, kritische Fragen – und den Mut, eigene Antworten zu suchen.