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Fritz-Erler-Schüler besuchen Gernika

Schon seit 1989 ist die baskische Stadt Gernika die Partnerstadt Pforzheims. Die zwei Städte teilen ein gemeinsames Schicksal: Beide wurden im Zweiten Weltkrieg zerbombt. Die Städtepartnerschaft gilt daher als Zeichen von Frieden und Versöhnung. Diese Verbindung hat auch dieses Jahr eine 15-köpfige Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Fritz-Erler-Schule einen Austausch ermöglicht.

Dieser einwöchige Austausch bot den Schülern die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in den spanischen/baskischen Alltag zu gewinnen. Die Unterbringung bei den Gastfamilien hat ihnen gezeigt wie die Basken wirklich leben. Die deutschen Gäste wurden in deren Alltag integriert und haben so deren Tagesablauf kennengelernt, der im Vergleich zu Deutschland angenehme Seiten hat, die Schule beginnt erst um 8:30 Uhr, teilweise auch gewöhnungsbedürftig war, es gab zweimal am Tag ein warmes Essen und zwar zu, für Deutsche unüblichen Zeiten, nämlich gegen 15:30 Uhr und abends um 22 Uhr.

Die Schüler haben nähere Einblicke in die baskische Kultur erhalten, zum Beispiel wurde der traditionelle baskische Sport „Pelota“ vorgestellt wurde. In der Freizeit, die die deutschen Gäste mit ihren Austauschschülern verbrachten, trafen sie sich in sogenannten „Lonjas“, das sind kleine Häuschen oder Wohnungen, die sich die Jugendlichen in 20er Gruppen mieten und einrichten, um einen Treffpunkt zu haben.

Beim Besuch in der Schule in Gernika, die die Verbindung zur Fritz- Erler-Schule seit vielen Jahren pflegt, waren die Fritz-Erler-Schüler erstaunt, dass die Unterrichtssprache Baskisch und nicht Spanisch ist.

Die Geschichte der Stadt natürlich auch eine Rolle. Die Gäste hörten viel über die Zerstörung der Stadt und besuchten das „ASTRA“, ein ehemaliges Firmengelände, auf dem früher Waffen hergestellt wurden. Heute ist das ASTRA, das aus einer riesigen umgebauten Lagerhalle besteht, ein staatlich eingerichteter Jugendtreff, in dem Kurse, Musikkonzerte und Feiern stattfinden. Gernika ist ein kleines Städtchen mit etwa 16 000 Einwohnern, die die Gäste aus Pforzheim alle sehr offen empfangen haben. Durch die bescheidene Größe der Stadt, kennt jeder jeden und man fühlte sich auf Anhieb heimisch und willkommen. Alle hatten eine schöne Zeit dort und deshalb fiel der Abschied sehr schwer, jedoch ist die Vorfreude auf das Kommen der Basken im Frühjahr umso größer, da sich alte Freunde wiedersehen werden.

 Geschrieben von Annika Rothenberger & Priya Pawar, Klasse J1/3