“Così si fa l’Europa!” - So macht man Europa! Schüler der Fritz-Erler-Schule besuchen regelmäßig Vicenza, Reggio Emilia und Lecco am Comer See
Die Fritz-Erler-Schule, an dem als zweite Fremdsprache Italienisch angeboten und gelehrt wird, pflegt gute und intensive Kontakte zu drei verschiedenen Schulen aus Italien. So können die Schüler und Schülerinnen den Alltag in der jeweiligen Gastfamilie hautnah miterleben und Freundschaften knüpfen.
Die bisher längste Partnerschaft findet bereits seit 1991 zwischen der Fritz-Erler-Schule und dem „I.T.C Ambrogio Fusinieri“ aus der Partnerstadt Vicenza statt. Mittlerweile kann man diese Partnerschaft mit einer langjährigen Ehe vergleichen, die auf verschiedenen Ebenen stattfindet. So war auch schon der damalige Schulleiter der Fritz-Erler-Schule Herr Wagner mit einer Italienischklasse zu Gast in Vicenza. Während eines weiteren Austauschs schrieben die deutschen und italienischen Schüler und Schülerinnen gemeinsam ein zweisprachiges Kinderbuch über die bereits existierenden „Legende der Zwergin der Villa Valmarana aus Vicenza“, welches später einen Preis beim Europäischen Wettbewerb der Volksbank gewann. Bei allen Schüleraustauschen stehen Kultur, Spaß und das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. In Vicenza läßt das tolle und lehrreiches Programm mit zahlreichen interessanten Stadtführungen nie Langeweile aufkommen. Wie schon Goethe auf seiner italienischen Reise geht die Hauptroute von Vicenza über Verona und Padua nach Venedig, was oft den kulturellen Höhepunkt der Fahrt darstellt.
Im Jahre 1993 wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen dem Enzkreis und der norditalienischen Provinz Reggio Emilia unterzeichnet. Mittlerweile wurde die „Porzellan-Hochzeit“ gefeiert. Gerade der Austausch mit dem „I.T.C „Scaruffi–Levi“ in Reggio Emilia trägt zur Lebendigkeit und Attraktivität dieser Partnerschaft bei. Die norditalienische Partnerprovinz ist von so tollen Städten wie Parma und der Universitätsstadt Bologna umgeben. Neben der Teilnahme am regulären Unterricht und dem Besuch eines tollen Klavierkonzerts in dem wundervollen „teatro comunale“ war ein weiterer Höhepunkt der Besuch einer Käserei, in der die Schüler die Herstellung des berühmten „Parmigiano reggiano“ besichtigen konnten. „Die Schülerinnen und Schüler knüpften enge Kontakte mit ihren Gastfamilien, das war ja auch Sinn und Zweck der Sache“, ergänzt der Italienischlehrer Francesco Guerrini. „Beim Abschied wurde jedenfalls die eine oder andere Träne vergossen“.
Eine dritte noch recht „junge“ und hoffnungsvolle Partnerschaft findet mit dem Wirtschaftsgymnasium „Giuseppe Parini“ in Lecco am schönen Comer See statt. Das Projekt „Schule und Arbeit im Wechsel“ ist etwas ganz Besonderes und wurde vom Lions Club Pforzheim ins Leben gerufen und wird von diesem tatkräftig und finanziell gefördert. Hierbei wird jeweils einem Schüler aus Italien und aus Deutschland die Chance gegeben, ein einwöchiges Praktikum in einem Unternehmen des Gastlandes zu machen und danach noch eine Woche lang die Gastschule zu besuchen. In dieser Zeit kann der Schüler oder die Schülerin sowohl schulische als auch berufliche Erfahrungen machen.
Francesco Guerrini