Gernika-Austausch 2015
Die Baskische Kultur: Eine wundervolle neue Erfahrung für die Schüler der Fritz-Erler-Schule, die am Gernika-Austausch teilnahmen.
Strand. Sonne. Küstenklima. Eine aufgeschlossene Gesellschaft. Mallorca, Barcelona, Madrid. Das sind wohl die ersten Begriffe, die einem einfallen, wenn man an Spanien denkt. Doch nur wenige wissen, was sich hinter dem Baskenland verbirgt oder wo das denn überhaupt liegt. El País Vasco, seit 1979 eine Autonome Region, liegt im Norden Spaniens. Berühmt ist das Baskenland für sein gutes Essen, guten Wein und Straßen voller Bars. Das Essen ist ein Ritus und eine Kunst und nicht nur in der Hauptstadt. Das Flair dieser Region ist atemberaubend und sehr entspannend. Die Schüler der Fritz-Erler-Schule hatten nun wieder einmal die Gelegenheit diese Gegend und die Menschen dort, durch den alljährlich stattfindenden Austausches, kennenzulernen. Durch das Leben in wundervollen und höchst gastfreundlichen Familien, hatten die Jugendlichen die Chance direkt in die Kultur einzutauchen, das baskische Flair zu genießen, auszukosten und so die Bräuche und das Alltagsleben kennenzulernen und zu verstehen.
Die Unterschiede der baskischen Kultur zur eigenen begegneten den Pforzheimer Schülern schnell und waren unübersehbar. Es begann schon beim attraktiven Landschaftsbild: Laubbäume und dazwischen Palmen, wunderschöne Strände und Steilküsten, uralte Steinhäuser und kleine Bauernhöfe. Doch auch die Basken selbst unterscheiden sich von den meisten Deutschen. Während viele Deutsche eher zurückhaltend sind, begegneten die Basken den Schülern sehr herzlich und offen. Die Basken sind ein sehr geselliges Volk, man trifft sich oft mit Freunden in kleinen Bars um etwas Wein zu trinken und kleine Snacks zu essen, sogenannte tapas im Baskenland pintxos genannt. In dieser Beziehung trotzen die Basken auch jedem Wetter: Auch bei Regen sitzen sie unter großen Sonnenschirmen draußen und haben Spaß. Alle Bars sind gut besucht und auf den Straßen herrscht ein buntes Treiben, egal bei welcher Uhrzeit, man sieht sowohl junge als auch alte Leute. Dank der zuvorkommenden Gastgeber konnten die Pforzheimer Schüler diese Stimmung auch im Inneren der Bars erkunden. Die neugewonnenen Freunde bestellten traditionelle Tapas und dies gestaltete sich nicht als Fehler. Die Gäste verliebten sich in die Tortillas, dicke Omeletts aus Eiern und Kartoffeln, auf den Tellern. Geschmacklich der Himmel auf Erden fanden die Schüler. Nicht nur die Tortillas werden frisch zubereitet, alle Tapas sind frisch und handgemacht, deswegen schmecken sie auch überall ein bisschen anders und immer sehr lecker.
Den Schulalltag in Gernika fanden die Schüler interessant, wenngleich er im Großen und Ganzen stark dem Deutschen gleicht. Eine Herausforderung stellte dabei die Sprache dar, die Umgangs- und Unterrichtssprache ist nämlich Baskisch. Zu den Highlights des einwöchigen Aufenthaltes gehörten die Programmpunkte in Gernika, wo u.a. eine Reiseführerin die historische Gemeinsamkeit Gernikas und Pforzheims, die Bombardierung, deren Hintergrund sowie das Picasso Gemälde „Guernica“ anschaulich erläuterte und die Schüler von der jahrhundertealten Geschichte des Parlamentes von Gernika erfuhren, das seinen Ursprung unter dem berühmten Baum von Gernika hat. Auch der Sport kam im abwechslungsreichen Programm für die Gäste nicht zu kurz: gleich zweimal stand Pelota auf dem Programm – zum Zusehen und zum Ausprobieren. Pelota das ist der traditionelle baskische Ballsport, der wie Squash gespielt wird, doch beim Pelota gibt es mehrere Varianten: es wird mit der Hand, mit einem Schläger oder mit einem speziellen Korb gespielt. Die Schüler hatten das Glück, einem Profi beim Training im Frontón, der Pelota-Halle, zuzuschauen. Es ist einer der schnellsten Sportarten auf der Welt. Heutzutage spielt man es außer im Baskenland in Florida, dort finden auch große Turniere der Profis statt. Die Abendgestaltung lag in den Händen der baskischen Gastgeber und die ließen sich etwas einfallen und bereiteten gleich zu Beginn des Aufenthaltes ihren Gästen eine Riesenfreude und den perfekten Tagesabschluss: einen Ausflug zum Strand zwei Ortschaften weiter, es war zwar es zu kalt zum Schwimmen, aber der Sonnenuntergang war ein Traum und man konnte den dem Wetter trotzenden Surfern bei ihrer Leidenschaft zusehen.
Die Woche war für alle ein voller Erfolg: Die Schüler lernten eine neue Kultur hautnah kennen und sie haben neue Freunde gefunden, die sie im Februar, wenn der Gegenbesuch in Pforzheim stattfindet, wiedersehen. Außerdem haben die Schüler viel gelernt über eine andere Kultur, Geschichte und Politik. „Wir hatten wirklich eine schöne Zeit“ befanden sie abschließend.







