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Aktuelles vom Schüleraustausch aus Irkutsk

Die Schüleraustauschgruppe der Fritz-Erler-Schule, begleitet von ihren Lehrern Jochen Fauth und Oliver Michel, befindet sich derzeit in der Pforzheimer Partnerstadt Irkutsk.

Nach einem herzlichen Empfang am Irkutsker Flughafen begann für die Schüler das Abenteuer in ihren Gastfamilien. Die Reise stellt den Gegenbesuch der weit über zehn Jahre andauernden lebendigen Schulpartnerschaft des Lyzeums Nr. 3 und der Fritz-Erler-Schule dar. Da die Schüler aus Pforzheim kein Russisch lernen, unterscheidet sich dieser Austausch in vielerlei Hinsicht wesentlich vom klassischen Schüleraustausch. Die Pforzheimer Schüler sind auf die Sprachkenntnisse ihres gastgebenden Schülers und dessen Familie angewiesen. Traditionell wird das Programm von der gastgebenden Schule und den Gasteltern organisiert. Nach einem offiziellen Empfang durch Schulleiter Nikolai Kaschin und Konrektorin Lena Nikola und anschließendem Willkommensbuffet, folgte am nächsten Tag eine eindrucksvolle Stadtführung mit der russischen Kollegin Vera Auliziems. Diese begleitete die Gruppe in den nächsten drei Tagen an den bei Irkutsk gelegenen Baikalsee. Dieses „blaue Auge der Erde“, seit 1996 bei der Unesco als Weltnaturerbe geführt, ist mit 650 km Länge und 1640 m Tiefe der größte und tiefste Süßwassersee der Erde und hält 20 Prozent des weltweiten Süßwasserkontingents vor. Diese Voraussetzungen ebnen einer einzigartigen und weltweit unüblichen Flora und Fauna den Weg.

So gibt es hier die einzigen Süßwasserrobben der Welt. Die Gruppe verbrachte hier drei Tag auf der im See gelegenen Insel Olchon. Der weltbekannte Schamanenfelsen und das am Nordkap gelegene Kap Chaboi waren spektakuläre Ziele. Von den russischen Gasteltern angeregt und organisiert, pflanzten die Schüler, angeleitet durch Mitarbeiter einer russischen Naturschutzorganisation, Kiefersetzlinge auf der Insel.

In den nächsten Tagen steht ein Besuch des Holzkünstlerfestivals „Lukomorje“ bei Angarsk und ein gemeinsamer Kochworkshop zur russischen Küche auf dem Programm. Am Montag läutet ein kreatives Projekt aller Austauschteilnehmer, begleitet durch die russisch-deutsche Gesellschaft Irkutsk, die zweite Aufenthaltswoche in der ostsibirischen Hauptstadt Irkutsk mit seinen 600.000 Einwohnern ein. Es folgt am nächsten Tag eine Fahrt zum Freilichtmuseum „Talzi“ und zum Limunologischen Baikalmuseum in Listwjanka, begleitet durch Galina Andreeva (Schule Nr. 64). Bevor sich die Schüler nach einem gemeinsamen Abschlussabend voneinander verabschieden müssen, begleitet die Kollegin Olga Bucharowa die Schülergruppe für zwei Tage zum am südlichen Baikal gelegenen Kurort Arschan. Dieser in den Bergen gelegene Ort zeichnet sich durch zahlreiche Thermalquellen und faszinierende Natur aus.

Der Schüleraustausch der Fritz-Erler-Schule und des Lyzeums Nr. 3 stellt eine zukunftsorientierte und wichtige Säule der Städtepartnerschaft zwischen Pforzheim und Irkutsk dar und soll auf Wunsch aller Beteiligten im Jahr 2020 fortgeführt werden.