Wahl der zweiten Fremdsprache

Allgemeines

Mit Beginn des neuen Schuljahres wählen die Schüler der neu zu bildenden 8. Klassen des Fritz- Erler-Wirtschaftsgymnasiums (sechsjähriger Zug) die zweite Pflichtfremdsprache. Angeboten werden Französisch und Spanisch. Jeder Schüler muss sich für eine der beiden Sprachen, die gleichwertig sind, entscheiden. Ein späterer Wechsel von einer Fremdsprache zur anderen ist nicht möglich.

Um Ihnen eine Hilfe bei der jetzt zu treffenden Entscheidung zwischen Französisch und Spanisch zu geben, möge Ihnen das Folgende als Information dienen.

Die französische Sprache

ist die Sprache unseres Nachbarvolkes, mit dem wir nicht nur durch Verträge, sondern auch durch enge kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen und wechselseitige Einflüsse verbunden sind. Die Stadt Pforzheim hat mit der französischen Stadt Saint-Maur-des-Fossés bei Paris eine Partnerschaft begründet. Desgleichen unterhalten mehrere Gemeinden des Enzkreises Partnerschaften mit Gemeinden Frankreichs.

Die Bedeutung der französischen Sprache wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass sie nicht nur in zahlreichen Ländern der Erde Mutter- oder Amtssprache, sondern auch in den europäischen Institutionen in Brüssel, Straßburg und Luxemburg Verkehrssprache ist. Frankreich ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands, wobei die Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und der Region Rhône-Alpes noch eine besonders herausragende Stellung einnehmen. Viele Unternehmen der Region legen daher bei der Auswahl von Stellenbewerbern Wert auf fundierte Kenntnisse in der französischen Sprache. Die engen Beziehungen und Verflechtungen durch die zahlreichen Partnerschaften mit französischen Städten und Vereinigungen, Tourismus, Wirtschaft und Handel sowie der Wissenschafts- und Kulturaustausch verlangen, dass immer mehr Menschen die Sprache unseres unmittelbaren Nachbarn lernen und anwenden können.

Seit einigen Jahren unterhält die Fritz-Erler-Schule eine offizielle Schulpartnerschaft mit dem Lycée René Cassin in Straßburg. Jedes Jahr finden Begegnungen zwischen französischen Schülern und unseren Schülern an einem Drittort statt – einmal in Frankreich und einmal in Deutschland, aber immer grenznah. Die Jugendlichen unternehmen gemeinsame Ausflüge und arbeiten zusammen an einem für beide Gruppen interessanten Thema. Auf diese Weise wächst das gegenseitige Verständnis für den Nachbarn und die in der Schule erworbenen Sprachkenntnisse können angewandt und erweitert werden.

An der Fritz-Erler-Schule wird seit Einführung des G8 an den allgemeinbildenden Gymnasien zusätzlich zum Anfängerzug Französisch in Klasse 8 – vorbehaltlich der Anmeldezahlen – auch fortgeführtes Französisch angeboten (Einstieg: Stand nach dem 1. Lernjahr). Die SchülerInnen haben hier bereits nach der 10. Klasse die Voraussetzungen in der zweiten Fremdsprache für die Allgemeine Hochschulreife erlangt (sonst nach der 11. Klasse).

Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei den Informationsveranstaltungen und der Abteilungsleitung des 6WG.

Die spanische Sprache

spielt im Unterricht des Auslandes, z. B. in Frankreich, Großbritannien, Italien, den USA und Russland seit Jahrzehnten eine beachtliche Rolle.  

Es gibt weit mehr als 300 Millionen Menschen, die sich dieser Sprache bedienen. Spanien, Mittelamerika mit Mexiko, Südamerika (außer Brasilien), Äquatorialguinea in Afrika, insgesamt mehr als 20 Staaten haben das Spanische als offizielle Sprache oder als Umgangssprache. Unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu diesen Ländern waren schon immer recht eng. Sie werden sich in Zukunft noch vertiefen. Deshalb werden weit mehr als bisher Kenner der spanischen Sprache gebraucht. Besonders eng sind unsere Wirtschaftsbeziehungen zu Spanien, seitdem es 1986 Mitglied der Europäischen Gemeinschaft geworden ist.

Seit eh und je pflegt besonders Pforzheim die wirtschaftlichen Beziehungen durch Export seiner Schmuck- und Uhrenerzeugnisse in spanisch sprechende Länder. Seit 1989 sind Pforzheim und die baskische Stadt Gernika (im Norden Spaniens) vertraglich durch eine Städtepartnerschaft verbunden.

In kultureller Hinsicht hat Spanisch viel zu bieten. Bedeutende Menschen dieses Landes haben Literatur, Malerei und Kunst stark beeinflusst. Der große Reichtum an Zeugnissen aus der spanischen Vergangenheit sowie abwechslungsreiche Landschaften ziehen alljährlich viele Touristen ins Land.

Seit einigen Jahren führt die Fritz-Erler-Schule fast jedes Jahr Reisen nach Gernika durch, in deren Verlauf sich deutsche und spanische Schüler begegnen.

Unter diesen Gesichtspunkten ist es nicht leicht, zwischen beiden Sprachen zu wählen. Die Wahl sollte deshalb von der persönlichen Neigung, d. h. dem Interesse für das eine oder andere Land und von vorhandenen praktischen Erwägungen, z. B. Verwendung im Beruf, im Studium oder auf Reisen abhängig gemacht werden.

Falls Sie eine persönliche Beratung vor Ihrer Entscheidung wünschen, stehen Ihnen unsere Fachlehrer für Spanisch und Französisch gerne zur Verfügung.