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KMK-Fremdsprachenzertifikat

Die Fritz-Erler-Schule bietet den Auszubildenden in diesem Bereich an, im Rahmen des Englisch-Unterrichts das KMK-Fremdsprachenzertifikat zu erwerben.

Zielsetzung des Zertifikates

Das KMK-Fremdsprachenzertifikat für Berufliche Schulen wurde entwickelt, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit bestandener Prüfung berufsbezogene Sprachkompetenzen auf verschiedenen Niveaus zu bescheinigen. Dazu erhalten sie ein separates Prüfungszeugnis, das neben der Leistung in einzelnen Prüfungsteilen auch die genaue Beschreibung der erworbenen Kompetenzen ausweist.

Diese Informationen sind insbesondere für Betriebe von hohem Wert, da Kompetenzen in beruflichen Anwendungssituationen beschrieben sind. Beispiel: "Der Prüfling kann berufstypische Standardschriftstücke und mündliche Mitteilungen unter Verwendung von Hilfsmitteln weitgehend korrekt in der Fremdsprache verfassen bzw. formulieren".

Als Alleinstellungsmerkmal des KMK-Fremdsprachenzertifikats steht der Berufsgruppen- bzw. der Fachrichtungsbezug. So wird sichergestellt, dass gezielt Kompetenzen für berufsgruppentypische fremdsprachliche Handlungssituationen vorhanden sind.

In Baden Württemberg werden zurzeit zentral erstellte Prüfungen in Englisch und Französisch angeboten.

Kennzeichen des KMK-Zertifikats in Baden-Württemberg:

  • Schulisches Zertifikat
    Die Prüfungen werden an den Schulen durchgeführt. Die Zertifikate werden von den Schulen ausgestellt.
  • Kostenfreiheit
  • Freiwilligkeit
    Die Schulen können Zertifikatsprüfungen anbieten, die Auszubildenden können das Angebot wahrnehmen.
  • Individueller Rahmen
    Auszubildende können zwischen Prüfungen auf verschiedenen Niveaus entsprechend den erworbenen Kompetenzen wählen.
  • Gleiche Wertigkeit schriftlicher und mündlicher Leistungen
    Jede Zertifikatsprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil, die beide bestanden werden müssen, um das Zertifikat zu erhalten.
  • Transparenz
    Das Zertifikat enthält auf der Vorderseite detaillierte Angaben über die erreichte Niveaustufe, die Prüfungsteile sowie die in diesen erzielten Ergebnisse. Darüber hinaus sind die Definitionen der Niveaustufen (Angaben in deutscher Sprache) auf der Rückseite des Zertifikats abgedruckt.
  • Länderübergreifende Vergleichbarkeit
    Für die KMK-Zertifikatsprüfung gelten bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen. Die Prüfungszeit und die prozentuale Bewertung der Aufgabenteile sind identisch. 
  • Internationale Verständlichkeit
    Das Zertifikat ist problemlos z.B. für das europass-Portfolio verwendbar.

Kompetenzen

Das KMK-Fremdsprachenzertifikat ist in der "Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 20.11.1998 in der Fassung vom 27.06.2008)" bundeseinheitlich geregelt. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil in vier Kompetenzbereichen, die die speziellen Bedarfsprofile der fremdsprachlichen Handlungskompetenz in den jeweiligen Berufsfeldern berücksichtigen:

  • Rezeption
    Die Fähigkeit, gesprochene und geschriebene fremdsprachliche Mitteilungen zu verstehen.
  • Produktion
    Die Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich in der Fremdsprache zu äußern.
  • Mediation
    Die Fähigkeit, durch Sprachmittlung mündlich oder schriftlich zwischen Kommunikationspartnern zu vermitteln.
  • Interaktion
    Die Fähigkeit, Gespräche zu führen und zu korrespondieren.