Erneut prominente Debatte zur Landtagswahl an der Fritz-Erler-Schule
Am 29. Januar 2026 fand sich die Mehrzahl der Kandidaten zur Landtagswahl im Atrium der Fritz-Erler-Schule ein: Durch die hochinformative Podiumsdiskussion zur Landtagswahl leitete erneut die Schülerin Katharina Heinen, die mehrfache Regional- und Landessiegerin beim Wettbewerb „Jugend debattiert“.
Für die Debatte konnten Vertreter aus sechs Parteien gewonnen werden: Annkathrin Wulff (SPD, Gemeinderatsmitglied), Andreas Renner (CDU, Gemeinderatsmitglied), Dr. Hans-Ulrich Rülke (FDP, Gemeinderatsmitglied, MdL und Fraktionsvorsitzender), Simon Schwarz (Kreis- und Gemeinderatsmitglied (Pfinztal), Die Grünen), Alexsei Zimmer (AfD, Gemeinderatsmitglied) und Marvin Weiß (Die Linke, Gemeinderatsmitglied).
Die Struktur der Diskussion sah vor, dass die Politikerinnen und Politiker zu jedem Thema jeweils zwei Minuten Zeit hatten, die Position ihrer Partei darzulegen. Anschließend folgte eine offene Diskussion von ca. zehn Minuten, die Raum für Kontroverse und sachlichen Austausch bot. Unterstützt wurde Heinen von ihrer Mitschülerin Lisann Nowak, die darauf achtet, dass die Zeit nicht überschritten wurde.
Zuerst fragte Heinen die Gäste nach ihrer Position zum neuen Wehrdienst – deutlich wurde in der Diskussion, dass alle Vertreter sich eine Form des Dienstjahres vorstellen konnten, aber überwiegend aus Freiwilligkeit und Anreize setzten. Sowohl der Bedarf sozialer Einrichtungen an einer Art neuen Zivildienst als auch dessen Bezahlung waren dabei Thema. Kontroverser wurde die Debatte bei der Frage, wie die Politik die baden-württembergische Wirtschaft beim Strukturwandel helfen könne. Während die einen die Wahl- und Technologiefreiheit hochhielten, schlugen andere vor, die Strukturen für neue Wirtschaftszweige zu schaffen. Die Diskussion war geprägt von sachlichen Argumenten, lebhaften Kontroversen und pointierten Nachfragen. Anschließend stellte Heinen die Frage, wie die Kandidaten und die Kandidatin die Integration von Migranten in den Kommunen politisch als Landespolitiker unterstützen wollen, denn: „Integration findet vor Ort statt“. Beinah übereinstimmend wurde die Bedeutung des Lernens der deutschen Sprache betont. Trotz ihrer straffen Terminpläne nahmen sich die Gäste nach der Veranstaltung Zeit für persönliche Gespräche.
Das Publikum setzte sich aus den neunten, zehnten, den Eingangsklassen und der Jahrgangsstufe 1 des Wirtschaftsgymnasiums zusammen – dank des Wahlalters ab 16 beinah alles Erstwählende. Rund 250 Schülerinnen und Schüler verfolgten die Diskussion hochkonzentriert.
Ein besonderer Dank gilt der Organisatorin Katharina Heinen, die diese Podiumsdebatte im Rahmen ihres Seminarkurses und im Auftrag der SMV organisierte.
Die Schülerschaft der Fritz-Erler-Schule dankt allen teilnehmenden Politikern und Politikerinnen für die Zeit, das Engagement, das Zuhören und das Ernstnehmen als künftige Wähler. Die Veranstaltung war gelebte Demokratiebildung.